Blog

Warum SASE für Ihr Unternehmen jetzt wichtiger denn je ist

/ Kategorie: Cloud Security

Hybrid-Clouds sind zur Normalität geworden. Dadurch steigt die Komplexität der Sicherheits-Anforderungen in den Unternehmen. SASE, oder Secure Access Service Edge, ist eine neue Art der Netzwerksicherheit, die speziell für die Anforderungen von Hybrid-Cloud-Umgebungen entwickelt wurde. SASE bietet eine einheitliche Lösung für alle Netzwerk- und Sicherheitsanforderungen in einer hybriden Umgebung und ermöglicht es Unternehmen, ihre Security-Infrastruktur zu vereinfachen und zu optimieren.

Die Anforderungen an Netzwerke sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Globalisierung der Wirtschaft, die zunehmende Verlagerung von Geschäftsprozessen in die Cloud und die steigenden Ansprüche an die Performance und Zuverlässigkeit haben dazu geführt, dass traditionelle Netzwerkarchitekturen an ihre Grenzen stossen. Unternehmen, die heute im Wettbewerb bestehen wollen, entscheiden sich daher zumeist für einen Cloud-First-Ansatz. Dieser Ansatz ist ein grundlegender Paradigmenwechsel in der IT, bei dem Cloud-Dienste bevorzugt werden, um Unternehmensanwendungen und -daten bereitzustellen und zu verarbeiten. Andere Unternehmen entscheiden sich jedoch für eine hybride Cloud-Umgebung, in der einige Anwendungen on-premise und andere in der Public Cloud ausgeführt werden. In beiden Szenarien muss die IT sicherstellen, dass verteilte Arbeitskräfte effizient und sicher mit verteilten Anwendungen arbeiten können. Zu diesem Zweck müssen IT-Teams verschiedene Netzwerkinfrastrukturen integrieren und überwachen sowie Sicherheitslösungen bereitstellen, um den Schutz von Daten in unterschiedlichen Umgebungen sicherzustellen.

Komplexe Security-Anforderungen

Durch die Verlagerung von IT-Umgebungen in die (Hybrid-)Cloud werden die Security-Anforderungen in den Unternehmen allerdings komplexer. Die meisten herkömmlichen Sicherheitsmassnahmen sind auf on-premises Umgebungen ausgerichtet und greifen daher in der Cloud nicht mehr richtig. Die Sicherheitsüberprüfung an einen zentralen Standort weiterzuleiten, ist ineffizient und führt zu Optimierungsproblemen. SASE bietet sich hier als Lösung an. SASE kombiniert SD-WAN, ZTNA (Zero Trust Network Access), CWS (Cloud-Web-Security) und NGFW (Next Generation Firewall) in einer einheitlichen Lösung und bietet so eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Netzwerken.

Was ist SASE?

Die SASE-Architektur (Secure Access Service Edge) ist ein Konzept für Netzwerksicherheit, das speziell für die Herausforderungen von Hybrid-Cloud-Umgebungen entwickelt wurde. SASE verbindet Sicherheitsfunktionen wie Zugangskontrolle, Datenschutz und Bedrohungsabwehr in einer einzigen, cloudbasierten Plattform. Dies ermöglicht es Unternehmen, ihre Netzwerke sicherer zu machen und gleichzeitig die Effizienz zu steigern. Da bei SASE die Sicherheitsfunktionen in einer einzigen Plattform konsolidiert werden, müssen Netzwerkadministratoren nicht mehr verschiedene Sicherheitsprodukte und -dienste für jede Umgebung verwalten. SASE ist eine vielversprechende Lösung für die Herausforderungen von Hybrid-Cloud-Umgebungen. Eine zuverlässige SASE-Lösung sollte in der Lage sein, Sicherheitsrichtlinien für jede Verbindung unabhängig von ihrem Standort oder Netzwerkgerät anzuwenden. Dazu muss sie auch verschiedene Clouds und Netzwerke verbinden können, um einen vollständigen Überblick über alle Datenverkehre zu erhalten. Nur so können verdächtige Aktivitäten erkannt und unterbunden werden, bevor sie zu einem Problem werden.

Diese Gründe sprechen für die Einführung von SASE

Im Gegensatz zu traditionellen Netzwerken, bei denen Sicherheitsmassnahmen in der Regel an verschiedenen Stellen im Netzwerk implementiert werden, wird bei SASE alles über eine einzige, cloudbasierte Plattform bereitgestellt. Dies verringert nicht nur die Komplexität des Netzwerks, sondern ermöglicht auch eine bessere Kontrolle über die Sicherheit. Die folgenden Gründe sprechen für die Einführung von SASE in Unternehmen:

  1. SASE bietet eine bessere Kontrolle über die Netzwerksicherheit
    Herkömmliche Netzwerkarchitekturen können recht komplex sein, wobei die Sicherheitskontrollen über verschiedene Punkte im Netzwerk verstreut sind. Dies kann es schwierig machen, sich ein klares Bild von der Sicherheitslage des Netzwerks zu machen und bei Bedarf Änderungen vorzunehmen. Mit SASE werden alle Sicherheitskontrollen in einer Plattform zentralisiert, was es viel einfacher macht, die Sicherheitslage zu verstehen und bei Bedarf Änderungen vorzunehmen.
     
  2. SASE ist flexibel und skalierbar
    Ein weiterer Vorteil von SASE ist, dass es sehr flexibel und skalierbar ist. Da es als Cloud-Dienst bereitgestellt wird, kann es leicht an sich ändernde Bedürfnisse und Anforderungen angepasst werden. Da ausserdem keine Hardware oder Software vor Ort bereitgestellt werden muss, kann SASE schnell eingesetzt und je nach Bedarf skaliert werden.
     
  3. SASE verbessert die Netzwerkperformance
    In herkömmlichen Netzen können Sicherheitsmassnahmen die Netzleistung oft verlangsamen. Da bei SASE jedoch alle Sicherheitsmassnahmen in der Cloud implementiert werden, haben sie keine Auswirkungen auf die Leistung des Netzwerks vor Ort. Dies kann zu einer erheblichen Verbesserung der Netzwerkleistung für die Nutzer führen.
     
  4. SASE ermöglicht eine bessere Nutzererfahrung
    SASE kann auch eine bessere Nutzererfahrung bieten, indem es einen direkten Zugang zu Cloud-Anwendungen und -Diensten ermöglicht. Bei herkömmlichen Netzen müssen die Nutzer oft mehrere Schritte durchlaufen, um auf Cloud-Anwendungen zuzugreifen, was zeitaufwändig und frustrierend sein kann. Mit SASE können die Nutzer direkt und ohne Umwege auf Cloud-Anwendungen zugreifen.
     
  5. SASE reduziert Kosten
    Ein weiterer Vorteil von SASE besteht darin, dass es zur Kostensenkung beitragen kann, da keine Hardware und Software vor Ort benötigt wird. Da SASE als Cloud-Service bereitgestellt wird, müssen ausserdem keine teuren IT-Mitarbeitenden für die Verwaltung und Wartung des Netzwerks eingestellt werden. Folglich kann SASE Unternehmen jeder Grösse helfen, Geld zu sparen.

Voraussetzungen für die Einführung von SASE

Die Einführung von SASE ist eine grosse Chance für Unternehmen, ihre Netzwerke zu verbessern und Kosten zu reduzieren. Allerdings sollten Sie einige Dinge beachten, bevor Sie SASE in Ihr Unternehmen einführen. Zunächst einmal müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Netzwerkinfrastruktur bereit ist für SASE. Dazu gehört unter anderem, dass Sie genügend Bandbreite für den zusätzlichen Datenverkehr haben. Ausserdem müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Sicherheitsvorkehrungen ausreichend sind. Denn wenn Sie SASE einführen, werden Sie mehr externe Geräte und Dienste nutzen, die möglicherweise nicht so sicher sind wie Ihr internes Netzwerk. Achten Sie also darauf, dass Ihre Firewall und Ihre anderen Sicherheitsmassnahmen auf dem neuesten Stand sind. Sorgen Sie dafür, dass Sie über die Schlüsselkomponenten für SASE verfügen, um den Erfolg der SASE-Einführung zu garantieren.

Das sind die Schlüsselkomponenten von SASE

Die meisten Unternehmen, die an einer SASE-Lösung interessiert sind, werden ein SD-WAN benötigen. Die Kombination aus SD-WAN und SASE ermöglicht es, eine optimale Netzwerkperformance zu erzielen, indem die bestehende Infrastruktur genutzt wird. SD-WAN bringt die dringend benötigte Agilität und Flexibilität, um hybride IT-Implementierungen auf effektive Weise zu verbinden. So kann z.B. die SD-WAN-Appliance automatisch den Datenverkehr über Internetverbindungen in die Cloud und über private Verbindungen in das Rechenzentrum des Unternehmens leiten, basierend auf vordefinierten Richtlinien der Netzwerkadministratoren. Zudem kann SD-WAN dabei helfen, die Kosten für die Implementierung von SASE zu reduzieren.

Zero Trust Network Access (ZTNA) ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil von SASE. Mit ZTNA kann das Netzwerk Zugriffsentscheidungen auf der Grundlage von Benutzeridentität und -kontext treffen, was auch als attributbasierte Zugriffskontrolle (ABAC) bezeichnet wird. Zu diesen Attributen gehören Rolle, Standort, Gerätetyp und Sicherheitsstatus. Jeder Benutzer wird einer anwendungsspezifischen Richtlinie zugeordnet, die unabhängig davon gilt, wo die Anwendung gehostet wird. Es gibt einen einzigen Satz von Richtlinien für jeden Benutzer.

Cloud Web Security (CWS) ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil von SASE. CWS besteht aus zwei Komponenten: einem sicheren Web-Gateway (SWG) und einem Cloud Access Security Broker (CASB). SWGs dienen als Barrieren zwischen dem Internetverkehr und dem Netzwerk des Unternehmens, indem sie verdächtige oder unbekannte Daten blockieren und den reibungslosen Datenverkehr von vertrauenswürdigen und genehmigten Daten ermöglichen. CASB ist eine Software, die als Sicherheitskontrollpunkt zwischen Benutzern und Cloud-Diensten fungiert. CASB bietet zusätzliche Schutzschichten durch Malware-Schutz und Datenverschlüsselung.

Next-Generation Firewall (NGFW) ist auch ein wesentlicher Bestandteil von SASE. NGFW ermöglicht es Unternehmen, ihr Netzwerk vor Bedrohungen zu schützen, indem es den Traffic analysiert und entsprechende Sicherheitsmassnahmen ergreift. NGFWs führen eine Reihe von Sicherheitsfunktionen aus wie z.B. Stateful Packet Filtering, Virtual Private Networking (VPN), Application Visibility/Control, User Identity Based Control, Intrusion Detection/Prevention, Gateway Anti-Virus (AV), URL Filtering, Anti-Spam, Data Leakage Prevention und Advanced Malware Sandbox Inspections.

Zusammen. Sicher.

Die komplexen Sicherheitsanforderungen moderner Unternehmen sind mit herkömmlichen Sicherheitsmassnahmen nicht erfüllbar. SASE hingegen wurde speziell für die Anforderungen von Hybrid-Cloud-Umgebungen entwickelt.
Denken Sie an die Einführung von SASE? Benötigen Sie Unterstützung bei der Planung und Umsetzung? Kontaktieren Sie uns. Unsere erfahrenen Cybersecurity Experten beraten Sie gerne.

 

Sie haben einen Security-Notfall und brauchen Hilfe? Unser Incident Response Team ist 7x24 für Sie da.